V.

Einundzwanzigstes Kapitel.
Die mühevolle Nacht

I.

Wirginski beeilte sich im Laufe des Tages, zu allen „Unsrigen“ zu laufen, um ihnen mitzuteilen, daß Schatoff „bestimmt nicht denunzieren werde“, da jetzt seine Frau zu ihm zurückgekehrt und er Vater geworden sei, und daß man, „da man doch das Menschenherz kennt“, unmöglich irgendeine Gefahr von seiner Seite zu befürchten habe. Aber außer Erkel und Lämschin traf Wirginski zu seiner Verwunderung niemand zu Hause.

Erkel hörte ihn schweigend an und sah ihm klar in die Augen. Auf die Frage aber: „Werden Sie um sechs Uhr zu ihm gehen?“ antwortete er mit dem ungetrübtesten Lächeln, daß er „ganz selbstverständlich“ zu ihm gehen werde.

Lämschin lag, augenscheinlich wirklich krank, zu Bett und hatte sogar die Decke um den Kopf gewickelt. Als Wirginski eintrat, erschrak er entsetzlich, und als Wirginski zu sprechen begann, fing er zur Antwort plötzlich an wie verrückt unter der Decke mit Händen und Füßen abzuwinken, was wohl so viel bedeuten sollte, wie: man solle ihn doch nur ums Himmels willen damit verschonen! Wirginskis Ausführungen über Schatoff ließen ihn aber doch aufhorchen. Die Nachricht, daß Wirginski von den anderen niemanden angetroffen hatte, regte den Kleinen aus irgendeinem Grunde furchtbar auf, doch beunruhigte auch er wiederum Wirginski mit der Mitteilung von Fedjkas Tod (Liputin hatte ihm diese Neuigkeit gebracht), den er hastig und zusammenhanglos erzählte. Auf die Frage aber, die Wirginski an ihn stellte: „Soll man nun hingehen oder soll man nicht hingehen?“ begann er wieder mit Händen und Füßen unter der Decke abzuwinken, wobei er diesmal flehentlich hervorstieß, er sei ja doch „bloß eine Nebenperson! Weiß nichts, gar nichts!“ Und zum Schluß: „Lassen Sie mich in Ru–u–uh!“

Bedrückt und erregt kehrte Wirginski wieder heim. Was ihn am meisten bedrückte, war vielleicht, daß er seine Sorgen vor seiner Familie verbergen mußte. Er hatte sich so daran gewöhnt, seiner Frau alles mitzuteilen, daß er Geheimnisse kaum mehr ertragen konnte, und wenn jetzt nicht plötzlich ein neuer Gedanke, ein gewisser friedenstiftender Plan in ihm aufgetaucht wäre, so hätte er sich wohl auch wie Lämschin vor Seelenangst zu Bett legen müssen. Aber dieser neue Plan stärkte ihn allmählich und zum Schluß glaubte er sogar so fest an die Möglichkeit, ihn verwirklichen zu können, daß er der Dämmerung fast mit Ungeduld entgegensah und schon früher als verabredet zum Treffpunkt aufbrach.

Es war das ein sehr finsterer Ort am Rande des Parkes von Skworeschniki. Ich bin später hingegangen, um mir die Stelle genau anzusehen: wie muß es ihnen dort unheimlich gewesen sein, an jenem rauhen, dunklen Herbstabend ...

Es war so dunkel unter den Bäumen, daß man auf zwei Schritte den anderen nicht mehr sehen konnte, doch Pjotr Stepanowitsch, Liputin und später auch Erkel brachten Laternen mit. Ich weiß nicht, von wem und zu welchem Zweck hier irgendeinmal vor langer Zeit aus großen unbehauenen Steinen eine Grotte erbaut worden war. Der Tisch und die Bänke waren jetzt schon längst verfault und auseinander gefallen. Ungefähr zweihundert Schritte rechts von dieser Grotte endete der dritte Teich des Parks. Diese drei Teiche zogen sich, vom Herrenhause an, über eine Werst weit einer hinter dem anderen durch den ganzen Park. Es war schwer anzunehmen, daß man irgendein Geräusch, Geschrei oder selbst einen Schuß im Stawroginschen Herrenhause hören würde. Da Nicolai Wszewolodowitsch am Tage vorher fortgefahren und Alexei Jegorowitsch wieder in die Stadtwohnung zurückgekehrt war, so durften im Herrenhause nicht mehr als fünf oder sechs Dienstboten verblieben sein, lauter mehr oder weniger sozusagen invalide Leute. Jedenfalls konnte man annehmen, wenigstens mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, daß selbst in dem Falle, daß jemand von ihnen Schreie hörte, er sich doch nicht von der warmen Ofenbank erheben würde.

Zwanzig Minuten nach sechs hatten sich schon alle – außer Erkel, der mit Schatoff kommen sollte – an der bezeichneten Stelle eingefunden. Pjotr Stepanowitsch kam diesmal nicht zu spät: er erschien zusammen mit Tolkatschenko, der finster und besorgt aussah und dessen ganze vorgespiegelte, frech-prahlerische Entschlossenheit verschwunden war. Tolkatschenko verließ Pjotr Stepanowitsch heute fast nicht auf einen Schritt, war ihm plötzlich, wie es schien, unermeßlich zugetan und flüsterte ihm jeden Augenblick geschäftig irgend etwas zu; dieser antwortete ihm meist überhaupt nicht oder brummte geärgert nur ein paar Worte, um ihn loszuwerden.

Schigaleff und Wirginski waren sogar ein wenig früher eingetroffen als Pjotr Stepanowitsch. Als er erschien, traten sie sofort ein wenig zur Seite, in tiefem und offenbar absichtlichem Schweigen. Pjotr Stepanowitsch erhob die Laterne und betrachtete sie ungeniert mit beleidigender Aufmerksamkeit. „Die wollen wieder reden,“ zuckte es ihm durch den Kopf.

„Lämschin ist nicht gekommen?“ fragte er Wirginski. „Wer hat es gesagt, daß er krank ist?“

„Ich bin hier,“ meldete sich Lämschin, plötzlich hinter einem Baum hervortretend.

Er war in einem warmen Paletot und dazu noch in ein großes Plaid fest eingewickelt, so daß man ihn sogar mit der Laterne nur schwer in dieser Umhüllung erkennen konnte.

„Also fehlt nur noch Liputin?“

Da trat Liputin schweigend aus der Grotte. Pjotr Stepanowitsch erhob wieder die Laterne.

„Warum haben Sie sich dorthin verkrochen, warum kamen Sie nicht gleich heraus?“

„Ich nehme an, daß wir alle das Recht der Freiheit bewahren ... unserer Bewegungen ...“ erwiderte Liputin, wahrscheinlich, ohne selbst recht zu wissen, was er eigentlich sagen wollte.

„Meine Herren!“ Pjotr Stepanowitsch erhob die Stimme – gab somit zum erstenmal den Flüsterton auf, was einen gewissen Eindruck machte: „Sie verstehen, hoffe ich, daß wir hier nichts mehr breitzutreten brauchen. Gestern ist alles gesagt und durchgekaut worden, klar und bestimmt. Aber vielleicht will doch noch jemand, wie ich nach dem Ausdruck der Gesichter vermute, irgend etwas sagen? In dem Fall bitte ich, sich zu beeilen! Hol’s der Teufel, wir haben wenig Zeit und Erkel kann ihn jeden Augenblick bringen ...“

„Er wird ihn unbedingt mitbringen,“ bemerkte aus einem unbekannten Grunde Tolkatschenko.

„Wenn ich mich nicht irre, so muß er zuerst die Druckmaschine abliefern?“ erkundigte sich Liputin, wiederum gleichsam, als ob er selbst nicht wußte, wozu er das eigentlich fragte.

„Selbstverständlich, wozu denn Sachen verlieren!“ Pjotr Stepanowitsch erhob wieder die Laterne und beleuchtete Liputins Gesicht. „Aber wir sind doch gestern übereingekommen, daß man sie nicht wortwörtlich in Empfang zu nehmen braucht. Er soll Ihnen nur die Stelle zeigen, wo sie hier vergraben ist, später können wir sie dann selbst herausgraben. Ich weiß, daß sie hier irgendwo zehn Schritt von irgendeiner Ecke der Grotte liegt ... Aber zum Teufel, Liputin, wie haben Sie das nur vergessen können!? Es war doch abgemacht, daß Sie ihn allein treffen und wir erst später hervortreten ... Sonderbar, daß Sie noch fragen, – oder taten Sie es bloß so?“

Liputin schwieg mit finsterem Gesicht.

Alle schwiegen. Der Wind schaukelte die Wipfel der alten Kiefern.

„Ich hoffe, meine Herren, daß ein jeder seine Pflicht tun wird,“ sagte Pjotr Stepanowitsch, der die Geduld verlor, sichtlich gereizt.

„Ich weiß, daß Schatoffs Frau zu ihm zurückgekehrt ist und heute Nacht ein Kind geboren hat,“ begann plötzlich Wirginski aufgeregt, gestikulierend und sich so überstürzend, daß er kaum die Worte hervorzubringen vermochte. „Und da man doch das Menschenherz kennt ... können wir sicher sein, daß er jetzt nicht denunzieren wird ... er ist jetzt glücklich ... Ich war heute schon bei allen, fand aber niemanden zu Hause ... Ich meine, daß jetzt vielleicht nichts mehr zu befürchten ist ... –“

Er brach ab vor Atemlosigkeit.

„Wenn Sie, Herr Wirginski, plötzlich glücklich geworden wären,“ – Pjotr Stepanowitsch trat auf ihn zu, „würden Sie dann etwas aufschieben, was Sie sich vorgenommen haben, nicht eine Anzeige, davon kann hier natürlich nicht die Rede sein, – aber irgendeine gewagte, bürgerliche Tat, die Sie schon vor Ihrem Glück beschlossen haben und die auszuführen Sie für Ihre Pflicht und Schuldigkeit halten, trotz der Gefahr für Sie und der Möglichkeit, Ihr Glück zu verlieren?“

„Nein, ich würde es nicht aufschieben! Auf keinen Fall würde ich es aufschieben!“ beteuerte Wirginski mit einem ganz eigentümlich tölpelhaften Übereifer und wieder ganz in Bewegung.

„Sie würden lieber wieder unglücklich sein wollen, als die Tat nicht ausführen – und sich für einen Lump halten, nicht wahr?“

„Ja, ja ... Ich würde sogar ganz im Gegenteil ... würde sogar ein ganzer Lump sein wollen ... Das heißt, nein ... nicht so ... durchaus nicht ein Lump, sondern ... ich wollte sagen: im Gegenteil, lieber vollkommen unglücklich, als ein Lump ...“

„Nun, so merken Sie sich, daß Schatoff diese Anzeige für seine bürgerliche Heldentat hält, für eine Tat, die er seiner höchsten Überzeugung schuldig ist. Und der Beweis: daß er doch auch sich selbst damit in Gefahr begibt und der Regierung ausliefert, obschon man ihm für die Anzeige natürlich manches verzeihen wird. So einer wird sein Vorhaben schon nie aufgeben. Den kann kein Glück besiegen: schon am nächsten Tage würde er sich besinnen, sich Vorwürfe machen, hingehen und es tun. Außerdem kann ich kein besonderes Glück darin erblicken, daß die Frau nach drei Jahren zu ihm zurückgekehrt ist, um Stawrogins Kind zu gebären.“

„Aber es hat doch noch niemand seine Anzeige gesehen,“ sagte Schigaleff plötzlich und eindringlich.

„Die Anzeige habe ich gesehen,“ rief Pjotr Stepanowitsch, „sie ist fertig, und dieses müßige Gerede ist furchtbar dumm, meine Herren!“

„Ich aber,“ fuhr plötzlich Wirginski auf, „ich protestiere ... ich protestiere aus aller Kraft ... Ich will ... Hören Sie, was ich will: ich will, daß wir, wenn er kommt, ihm alle entgegengehen und ihn alle fragen: wenn es wahr ist, so soll er bereuen, und wenn er sein Ehrenwort gibt, so soll man ihn wieder freilassen. Auf jeden Fall aber – Verhör, und das Urteil nach dem Verhör! Und nicht, daß wir uns alle verstecken und ihn dann überfallen.“

„Auf ein Ehrenwort die ganze allgemeine Sache setzen! – das ist schon die Höhe aller Dummheit! Hol’s der Teufel, wie das dumm ist!! Und was ist das für eine Rolle, die Sie im Augenblick der Gefahr spielen?“

„Ich protestiere, ich protestiere, ich protestiere,“ wiederholte Wirginski immer wieder.

„Jedenfalls schreien Sie nicht so, wir können sonst das Signal nicht hören. Schatoff, meine Herren ... (Teufel noch eins, wie das jetzt dumm ist!) Ich habe Ihnen schon gesagt, daß Schatoff Slawophile ist, das heißt so viel, wie einer der dümmsten Menschen ... Aber übrigens, zum Teufel, das ist schließlich gleichgültig! Sie bringen mich nur aus dem Konzept! ... Schatoff, meine Herren, war ein verbitterter Mensch, und da er immerhin noch zum Verband gehörte, ob er es wollte oder nicht, so hoffte ich bis zum letzten Augenblick, daß die allgemeine Sache sich seiner noch einmal werde bedienen können – und zwar gerade als eines verbitterten Menschen. Ich habe ihn gehegt und geschont, trotz der ausdrücklichsten Instruktionen ... Ich habe ihn noch hundertmal mehr geschont, als er es wert war! Er aber endete damit, daß er seine Anzeige verfaßte, und nun – hol’s der Teufel, das ist ja zum Anspucken! ... Im übrigen soll es jetzt nur jemand von Ihnen zu versuchen wagen, sich noch zurückzuziehen! Kein einziger von Ihnen hat das Recht, die gemeinsame Sache zu verlassen! Sie können ihn meinetwegen noch alle vorher abküssen, wenn Sie durchaus wollen, aber die allgemeine Sache auf ein Ehrenwort hin aufs Spiel zu setzen, dazu haben Sie nicht das Recht! So können nur Schweine handeln, oder solche, die von der Regierung bestochen sind!“

„Wer ist denn hier von der Regierung bestochen?“ warf Liputin dazwischen.

„Sie vielleicht. Es wäre schon besser, wenn Sie ganz den Mund hielten, Liputin. Sie sprechen ja nur so, nur aus Angewohnheit. Bestochen, meine Herren, sind alle diejenigen, die im Augenblick der Gefahr feig werden. Aus Angst findet sich immer ein Rüpel, der in der letzten Minute hinläuft und losschreit: ‚Ach, verzeihen Sie mir, und ich werde alle ausliefern!‘ Aber wissen Sie auch, meine Herren, daß man Sie jetzt für keine einzige Anzeige mehr begnadigen wird? Wenn man vielleicht auch Milderungsgründe zulassen würde – nach Sibirien ginge es doch mit jedem von Ihnen! Abgesehen davon, daß Sie auch einem gewissen anderen Richtschwert nicht entgehen würden. Dieses andere Schwert aber ist etwas schärfer, als das der Regierung.“

Pjotr Stepanowitsch war so wütend, daß er viel Überflüssiges sagte. Da trat Schigaleff fest drei Schritte auf ihn zu.

„Seit dem gestrigen Abend habe ich die Sache bedacht,“ begann er überzeugt und methodisch wie immer. (Ich glaube, selbst wenn die Erde sich in diesem Augenblick unter ihm aufgetan hätte, auch dann würde er weder den Ton, noch einen Ausdruck seiner Auseinandersetzung geändert haben.) „Und nachdem ich die Sache bedacht, bin ich zu dem Schluß gekommen, daß der beabsichtigte Mord nicht nur ein Verlust der kostbaren Zeit ist, die zu etwas weit Wesentlicherem und Näherliegendem verwandt werden könnte, sondern außerdem jenes verhängnisvolle Abweichen von der geraden Straße darstellt, das der Sache immer am meisten geschadet und ihren Erfolg auf Jahrzehnte hinausgeschoben hat, indem es die Sache dem Einfluß leichtsinniger und vornehmlich politischer Menschen, statt reinen Sozialisten unterstellt hat. Ich bin einzig zu dem Zweck hergekommen, um gegen das beabsichtigte Vorhaben offen zu protestieren und dann – mich von diesem Augenblick an, den Sie, ich weiß nicht warum, den Augenblick der Gefahr nannten, zurückzuziehen. Ich gehe fort – doch nicht aus Furcht vor der Gefahr oder aus besonderen Gefühlen zu Schatoff, den ‚abzuküssen‘ ich absolut keine Lust habe, sondern einzig, weil diese Sache vom Anfang bis zum Ende buchstäblich meinem Programm widerspricht. Eine Denunziation haben Sie von mir nicht zu fürchten. Sie können ruhig sein – ich werde Sie nicht anzeigen.“

Und damit wandte er sich und ging.

„Teufel, er geht ihnen entgegen und wird Schatoff warnen!“ rief Pjotr Stepanowitsch und riß seinen Revolver hervor.

Man hörte das Knacken des Hahnes.

„Sie können überzeugt sein,“ wandte sich Schigaleff ruhig wieder zurück, „daß ich, wenn ich Schatoff unterwegs treffen sollte, ihn vielleicht noch grüßen werde, ihn warnen aber, das ist nicht meine Sache!“

„Aber wissen Sie auch, mein Herr Fourier, daß Ihnen das teuer zu stehen kommen kann?“

„Ich bitte Sie, zu beachten, daß ich kein Fourier bin. Dadurch, daß Sie mich mit diesem süßlichen, apathischen Abstrahisten verwechseln, beweisen Sie nur, daß Sie mein Manuskript, wenn es auch in Ihren Händen gewesen ist, überhaupt nicht verstanden haben. In betreff Ihrer Rache aber sage ich Ihnen nur, daß Sie ganz umsonst den Hahn gespannt haben, in diesem Augenblick ist das für Sie durchaus unvorteilhaft. Wenn Sie mir aber für morgen oder übermorgen drohen, so brächte Ihnen die Ausführung, außer unnützer Mühe, doch keinen Gewinn: mich würden Sie zwar erschießen, früher oder später aber würden Sie doch zu meinem System kommen. Leben Sie wohl.“

In diesem Augenblick ertönte ungefähr zweihundert Schritte weit aus dem Park, von der Seite des Teiches her, ein heller Pfiff. Liputin antwortete, wie verabredet, sofort gleichfalls mit einem Pfiff – er hatte sich zu diesem Zweck am Morgen eine Kinderpfeife aus gebranntem Ton für eine Kopeke auf dem Markt erstanden, da er sich auf seinen ziemlich zahnlosen Mund nicht ganz verlassen konnte.

Erkel hatte Schatoff schon vorher mitgeteilt, daß er mit Liputin einen Pfiff austauschen werde.

„Beunruhigen Sie sich nicht, ich werde abseits von ihnen vorübergehen und sie werden mich gar nicht bemerken,“ sagte Schigaleff in eindringlichem Flüsterton.

Und er ging ohne Hast und ohne den Schritt zu beschleunigen, tatsächlich durch den dunklen Park nach Haus.

Heute ist es bis in die kleinsten Einzelheiten bekannt, wie diese schreckliche Tat geschah. Zuerst trat Liputin Erkel und Schatoff ein paar Schritte von der Grotte entgegen. Schatoff grüßte ihn nicht und gab ihm auch nicht die Hand, sondern sagte sofort eilig und laut:

„Wo ist denn hier die Anhöhe? Haben Sie nicht noch eine Laterne? Fürchten Sie sich nicht, hier ist so gut wie kein Mensch in der Nähe, wir könnten selbst mit Kanonen schießen, in Skworeschniki würde es doch niemand hören. Das ist übrigens hier, genau hier, genau auf dieser Stelle ...“

Und er stieß mit dem Fuß auf die Erde – es war gerade zehn Schritt von der hinteren Ecke der Grotte zum Walde hin. In diesem Augenblick stürzte sich, hinter einem Baum hervorlaufend, Tolkatschenko auf ihn, während Erkel ihn hinterrücks an den Ellenbogen packte und Liputin sich von vorne auf ihn warf. Die drei schlugen ihn sofort zu Boden und drückten ihn an die Erde. Da erst lief Pjotr Stepanowitsch mit dem Revolver herbei. Man sagt, Schatoff habe gerade noch Zeit gehabt, seinen Kopf zu ihm zu wenden und ihn zu erkennen. Drei Laternen erhellten die Szene. Schatoff stieß plötzlich einen kurzen und verzweifelten Schrei aus; doch man ließ ihm keine Zeit zum Schreien: Pjotr Stepanowitsch setzte ihm genau und sicher den Revolver mitten auf die Stirn, fest und senkrecht, und – drückte den Hahn ab. Der Schuß war, glaube ich, nicht sehr laut, wenigstens hat ihn in Skworeschniki niemand gehört. Gehört hat ihn natürlich Schigaleff, der erst einige dreißig Schritte gegangen war – gehört hatte er auch den Schrei, doch hat er sich nach seiner eigenen Aussage weder umgewandt, noch war er stehen geblieben. Der Tod trat fast augenblicklich ein. Die volle Geistesgegenwart – doch Kaltblütigkeit wohl kaum – behielt nur Pjotr Stepanowitsch. Er hockte sich hin und durchsuchte eilig, doch mit fester Hand, die Taschen des Toten. Geld fand sich nicht in ihnen (Marja Ignatjewnas Beutelchen war unter ihrem Kissen geblieben); nur ein paar nichtssagende Zettelchen zog er hervor: einen Kontorzettel, ein Notizblatt mit dem Titel irgendeines Buches und eine alte ausländische Gasthausrechnung, die sich weiß Gott auf welche Weise zwei Jahre in Schatoffs Tasche erhalten hatte. Die Papiere steckte Pjotr Stepanowitsch zu sich, und als er plötzlich bemerkte, daß alle die Leiche umstanden, sie ansahen und nichts taten, begann er wütend und unhöflich zu schimpfen und sie anzutreiben. Tolkatschenko und Erkel liefen sogleich, sich nun wieder besinnend, in die Grotte und brachten zwei Steine, jeder an zwanzig Pfund schwer, die sie schon am Morgen vorbereitet, das heißt, fest mit Schnüren umbunden hatten. Da man verabredet hatte, die Leiche in den nächsten, den dritten Teich zu versenken, so mußten ihr diese Steine an den Hals und die Beine gebunden werden. Pjotr Stepanowitsch band sie an: Erkel und Tolkatschenko reichten sie ihm nur hin. Erkel gab ihm seinen Stein zuerst, und während Pjotr Stepanowitsch ihn murrend und schimpfend an die Füße der Leiche band, hielt Tolkatschenko seinen schweren Stein diese ganze ziemlich lange Zeit über senkrecht an den Schnüren in der Luft, wobei er sich stark und fast wie ehrerbietig mit dem ganzen Oberkörper nach vorne beugte, um ihn ohne Zeitverlust sofort hinreichen zu können, und verfiel kein einziges Mal darauf, die schwere Last inzwischen auf die Erde zu stellen. Als dann endlich beide Steine angebunden waren und Pjotr Stepanowitsch sich erhob, um zunächst seinen Blick prüfend über die Gesichter der Anwesenden zu führen – da geschah plötzlich etwas ganz Sonderbares, etwas, das niemand erwartet hatte und das alle nicht wenig in Erstaunen setzte.

Wie schon erwähnt, standen fast alle und taten nichts. Wirginski war, als die anderen sich auf Schatoff gestürzt hatten, wohl auch hinzugelaufen, doch hatte er weder geholfen, ihn zu halten, noch ihn überhaupt angerührt. Lämschin aber war erst nach dem Schuß unter den anderen aufgetaucht. Während der ganzen, vielleicht zehn Minuten währenden Untersuchung der Taschen und Anbindung der Steine hatten sie dann alle gleichsam einen Teil ihres Bewußtseins verloren. Sie standen um Pjotr Stepanowitsch herum und empfanden, statt Unruhe oder Erregung, zunächst nur so etwas wie Verwunderung. Liputin stand ganz vorn neben der Leiche. Wirginski, der sich hinter ihn gestellt hatte, sah über Liputins Schulter mit einer sonderbaren und gewissermaßen nebensächlichen Neugier auf die Leiche; ja er hob sich sogar auf die Fußspitzen, um besser sehen zu können. Lämschin aber versteckte sich hinter Wirginski und blickte nur zuweilen furchtsam hinter diesem hervor, worauf er sich dann sofort wieder versteckte. Als nun die Steine angebunden waren und Pjotr Stepanowitsch sich erhob, begann Wirginski auf einmal zu zittern, und plötzlich – warf er die Arme hoch und rief traurig mit lauter Stimme:

„Das ist doch nicht das! nicht das! Nein, das ist doch gar nicht das!“

Er hätte vielleicht noch etwas hinzugefügt zu seinem verspäteten Ausruf, aber Lämschin ließ ihm keine Zeit dazu: plötzlich packte er ihn hinterrücks und quetschte ihn mit aller Gewalt und schrie dabei ein ganz unmögliches Geschrei. Es gibt Augenblicke eines starken Schreckens, in denen der Mensch plötzlich wie nicht mit seiner eigenen Stimme aufschreit, sondern mit einer, die man nie an ihm gehört hat und deren Vorhandensein in ihm man nie für möglich gehalten hätte, und das kann manchmal sogar recht unheimlich sein. Lämschin schrie nicht mit einer menschlichen, sondern mit einer gleichsam tierischen Stimme. Dabei preßte er Wirginski krampfhaft von hinten zusammen, schrie ohne Unterlaß, schrie ohne Atem zu schöpfen, schrie immer ein und denselben Ton, während ihm die Augen fast hervorquollen und der Mund unheimlich weit aufgerissen blieb; mit den Beinen aber strampelte er so zitterschnell, als ob er mit ihnen einen Trommelwirbel auf der Erde schlagen wollte. Wirginski erschrak dermaßen, daß er selbst sofort wie ein Wahnsinniger losschrie und sich in einer so grimmigen Wut, wie man sie von Wirginski nie im Leben erwartet hätte, aus Lämschins Krallen zu befreien suchte, auf ihn, den er nur schwer fassen konnte, mit den Fäusten nach hinten losschlug, ihn kniff und kratzte. Endlich gelang es Erkel, Lämschin von ihm loszureißen. Doch kaum war Wirginski entsetzt gleich auf zehn Schritt von ihm fortgelaufen, da stürzte sich Lämschin, der nun Pjotr Stepanowitsch erblickte, plötzlich mit neuem Geschrei auf diesen, stolperte jedoch über die vor seinen Füßen liegende Leiche und riß Pjotr Stepanowitsch im Fall mit sich zu Boden. Er umkrallte ihn aber so fest und drückte seinen Kopf so krampfhaft an dessen Brust, daß weder Pjotr Stepanowitsch selbst, noch Tolkatschenko, noch Liputin ihn im ersten Augenblick losreißen konnten. Pjotr Stepanowitsch schrie, schimpfte, schlug ihn mit den Fäusten auf den Kopf, bis es ihm endlich gelang, sich irgendwie zu befreien; im Augenblick riß er seinen Revolver hervor – doch Lämschin, den die anderen an den Armen hielten, fuhr fort zu schreien, trotz des auf ihn zielenden Revolvers, er schrie, schrie wie besessen! Bis schließlich Erkel, der schnell sein Taschentuch zusammengerollt hatte, ihm dieses gewandt in den aufgesperrten Mund steckte, so daß der Schrei dann ganz von selbst plötzlich abbrach. Tolkatschenko band ihm sofort mit einem Stück der übrig gebliebenen Schnur die Hände auf dem Rücken zusammen.

„Das ist sehr sonderbar,“ sagte Pjotr Stepanowitsch und betrachtete in beunruhigter Verwunderung den Verrückten.

Er war sichtlich betroffen.

„Ich hatte ihn ganz anders eingeschätzt,“ fügte er nachdenklich hinzu.

Vorläufig übergab man ihn Erkel, denn man mußte sich mit der Fortschaffung der Leiche beeilen: es war so viel geschrien worden, daß es doch jemand gehört haben konnte. Tolkatschenko und Pjotr Stepanowitsch nahmen die Laternen und hoben den Kopf des Toten, Liputin und Wirginski faßten ihn an den Füßen, und so wurde er dann getragen. Mit den beiden Steinen war die Last sehr schwer, die Entfernung aber betrug über zweihundert Schritte. Der Stärkste von ihnen war Tolkatschenko. Er gab wohl den Rat, gleichmäßig zu gehen, doch niemand hörte auf ihn, und so ging man denn, wie es gerade kam. Pjotr Stepanowitsch ging rechts und trug, ganz niedergebeugt, auf seiner Schulter den Kopf des Toten, wobei er noch mit der linken Hand den Stein von unten hielt. Da Tolkatschenko während der ganzen ersten Hälfte des Weges nicht darauf verfiel, den Stein gleichfalls zu stützen, so schrie ihn Pjotr Stepanowitsch schließlich fluchend an. Der Schrei war kurz und seltsam in der Stille: schweigend trugen sie weiter, bis plötzlich, schon dicht am Teich, wieder Wirginski, der unter der Last ganz gebeugt ging und wie erschöpft von ihrer Schwere, mit derselben lauten und weinenden Stimme ausrief:

„Das ist nicht das, nein, nein, das ist gar nicht das!“

Die Stelle, wo dieser dritte, ziemlich große Teich aufhört, zu dem man den Toten trug, war die einsamste und abgelegenste des ganzen Parks. Der Teich ist dort am Ufer vergrast. Sie stellten die Laternen nieder, schwenkten die Leiche hin und her und warfen sie ins Wasser. Ein dumpf-hohler Laut erscholl und klang lange nach. Pjotr Stepanowitsch erhob die Laterne und alle reckten neugierig die Hälse, um zu sehen, wie der Körper versank, aber es war schon nichts mehr zu sehen: die Leiche mit den beiden Steinen war sogleich versunken. Die dicken Wellenringe, die sich über die Fläche des Teiches ausbreiteten, vergingen schnell. Die Tat war vollbracht.

„Meine Herren,“ wandte sich Pjotr Stepanowitsch an alle, „jetzt gehen wir auseinander. Zweifellos müssen Sie nunmehr jenen Stolz empfinden, der mit der Erfüllung einer freien Pflicht verknüpft ist. Sollten Sie vielleicht bedauerlicherweise für solche Gefühle zu erregt sein, so werden Sie sie zweifellos morgen empfinden, wenn es schon eine Schande wäre, sie nicht zu empfinden. Die unverzeihliche Erregung Lämschins will ich als eine Art Fieberdelirium auffassen, zumal er ja tatsächlich seit dem Morgen krank sein soll. Ihnen aber, Wirginski, wird schon der erste Augenblick freien Nachdenkens beweisen, daß man im Interesse der allgemeinen Sache unmöglich auf ein Ehrenwort eingehen konnte, sondern einzig und allein so handeln mußte, wie wir es getan haben. Die Zukunft wird Ihnen zeigen, daß Schatoffs Anzeige schon fertig war. Ich bin bereit, auch Ihre Ausrufe zu vergessen. Eine Gefahr für uns ist nicht vorhanden. Es wird niemandem einfallen, irgendeinen von Ihnen zu verdächtigen, vorausgesetzt natürlich, daß Sie sich zu benehmen wissen. So hängt denn die Hauptsache ganz von Ihnen ab und von Ihrer Überzeugung, richtig gehandelt zu haben, – eine Überzeugung, die, wie ich hoffe, sich schon morgen in Ihnen befestigen wird. Darum haben Sie sich ja auch – unter anderem – zu einer geschlossenen Organisation, zu einer freien Gesellschaft Gleichdenkender zusammengetan, um für die allgemeine Sache im gegebenen Moment die Energie miteinander zu teilen, und, wenn es nötig ist, einer den anderen zu beobachten und immer auf dem Posten zu sein. Jeder von Ihnen ist zu einer höheren Rechenschaft verpflichtet. Sie sind berufen, ein altersschwaches und im Stillstand langsam zu stinken anfangendes Reich zu erneuern. Das sollen Sie stets zu Ihrer Aufmunterung vor Augen haben! Ihre ganze Aufgabe besteht vorläufig nur darin, darauf hinzuwirken, daß alles zusammenstürzt: das Reich wie seine Moral. Übrigbleiben werden nur wir, die wir uns schon dazu vorausbestimmt und vorbereitet haben, die Macht in unsere Hände zu nehmen. Die Klugen ziehen wir zu uns herüber, und auf den Dummen reiten wir. Im übrigen muß man die Generation neu erziehen, um sie der Freiheit würdig zu machen. Noch viele Tausend Schatoffs stehen uns bevor. Wir organisieren uns, um die ganze Richtung in die Hand zu bekommen, da wäre es dumm, alles, was müßig daliegt und das Maul aufsperrt, nicht mitzunehmen. Ich begebe mich jetzt sofort zu Kirilloff und zum Morgen hin werde ich von ihm besagtes Dokument erhalten, in dem er vor dem Tode alles auf sich nimmt. Nichts kann wahrscheinlicher sein, als diese Kombination. Erstens stand er mit Schatoff auf feindschaftlichem Fuße: sie haben zusammen in Amerika gelebt, also haben sie Zeit gehabt, sich zu überwerfen. Man weiß, daß Schatoff seine Überzeugungen geändert hat; folglich ist ihre Feindschaft wegen dieser Überzeugungen entstanden. Hinzu käme noch die Furcht vor einer Denunziation. Das wird auch alles so geschrieben werden. Zum Schluß wird noch erwähnt, daß Fedjka in Kirilloffs Wohnung geschlafen hat. Das alles wird jeden Verdacht von Ihnen entfernen, denn es wird die Schafsköpfe in eine ganz andere Richtung treiben. Morgen, meine Herren, werden wir uns nicht sehen: ich muß auf ganz kurze Zeit in den nächsten Kreis fahren. Aber übermorgen werden Sie meine Mitteilungen erhalten. Ich würde Ihnen eigentlich raten, morgen zu Hause zu bleiben. Jetzt aber gehen wir alle je zwei zusammen auf verschiedenen Wegen zurück. Sie, Tolkatschenko, bitte ich, sich Lämschins anzunehmen und ihn nach Hause zu bringen. Sie können ihm alles auseinandersetzen und vor allen Dingen erklären, daß er mit seinem Kleinmut in erster Linie sich selbst schadet. Ihrem Schwager, Schigaleff, Herr Wirginski, ganz wie auch Ihnen, will ich nicht mißtrauen. Er wird nicht denunzieren. Es bleibt nur seine Handlung zu bedauern. Übrigens hat er ja noch nicht gesagt, daß er aus dem Verbande austreten will. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. Doch jetzt schnell, meine Herren; wenn jene auch Schafsköpfe sind, so kann doch Vorsicht immerhin nicht schaden ...“

Wirginski ging mit Erkel in die Stadt zurück. Letzterer trat noch, bevor er Lämschin Tolkatschenko überließ, mit diesem zu Pjotr Stepanowitsch und sagte, daß Lämschin sich besonnen habe, bereue, um Verzeihung bitte und sogar selbst nicht mehr wisse, was eigentlich vorhin mit ihm geschehen war. Pjotr Stepanowitsch ging allein fort: er wählte den längsten Weg, an der anderen Seite der Teiche, am Rande des Parkes entlang. Zu seiner Verwunderung holte ihn, als er schon die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, plötzlich Liputin atemlos ein.

„Pjotr Stepanowitsch, aber Lämschin wird doch denunzieren!“

„Nein, er wird zur Besinnung kommen und sich sagen, daß er dann als erster nach Sibirien ginge. Jetzt wird niemand mehr denunzieren. Auch Sie nicht.“

„Aber Sie?“

„Zweifellos werde ich Sie alle verschwinden lassen, sobald Sie sich nur einfallen ließen, etwas verraten zu wollen, und das wissen Sie. Aber Sie werden nicht denunzieren. Sind Sie mir deshalb zwei Werst nachgelaufen?“

„Pjotr Stepanowitsch, Pjotr Stepanowitsch, aber wir werden uns doch vielleicht nie mehr sehen!“

„Wie kommen Sie darauf?“

„Sagen Sie mir nur eines!“

„Nun, was denn? Übrigens wünsche ich, daß Sie sich packen.“

„Nur eine Antwort, aber daß sie auch richtig ist: sind wir die einzige ‚Fünf‘ in der Welt, oder ist es wahr, daß es einige Hundert solcher ‚Fünfer‘-Gruppen gibt? Ich frage im höheren Sinne, Pjotr Stepanowitsch!“

„Das sehe ich Ihrer Verfassung an. Aber wissen Sie auch, daß Sie noch weit gefährlicher sind, als Lämschin?“

„Ich weiß, ich weiß, aber – die Antwort, Ihre Antwort!“

„Sie dummer Mensch! Jetzt könnte es Ihnen, denke ich, doch schon ganz gleichgültig sein, ob es eine oder tausend sind.“

„Also eine! Ich wußte es ja!“ rief Liputin. „Ich habe es ja die ganze Zeit gewußt, daß es nur eine ist, bis jetzt, die ganze Zeit ...“

Und ohne eine andere Antwort abzuwarten, kehrte er um und verschwand schnell in der Dunkelheit.

Pjotr Stepanowitsch wurde ein wenig nachdenklich.

„Nein, keiner wird denunzieren,“ murmelte er dann überzeugt vor sich hin, „aber die ‚Fünf‘ muß eine Gruppe bleiben und gehorchen, oder ich werde sie ... Es ist doch ein Lumpenzeug, wirklich, dieses Volk!“

II.
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